EMRICH-SCHÖNLEBER, Nahe
Hinter den Emrich-Schönleber-Weinen steht die Winzer-Familie Schönleber. Sie arbeiten gemeinsam daran, dass die hohen Erwartungen die an ihre Weine gestellt werden Jahr für Jahr aufs Neue erfüllt und im Idealfall übertroffen werden.
Die intensive, detailversessene Arbeit beginnt selbstverständlich im Weinberg. Werner Schönlebers mehr als vierzigjähriger Berufserfahrung ist es zu verdanken, dass die Weinberge in idealer Art und Weise gepflegt werden. Er hat ein Gespür dafür, wann und wie die Arbeiten durchzuführen sind. Das ist wichtig, denn jedes Jahr bringt neue Herausforderungen. Patentrezepte gibt es nicht.
Frank Schönleber sieht man in der Vegetationsperiode ebenfalls häufig im Weinberg. Mit der Lese verlagert sich sein Arbeitsschwerpunkt aber eindeutig in den Keller, wo er jeden Wein von der Traube bis zur Abfüllung persönlich begleitet. Durch den täglichen Umgang mit den Weinen hat er ein gutes Gefühl für deren Eigenarten und weiß damit umzugehen.
Den Kontakt zum Kunden pflegt vor allem Hanne Schönleber. Keiner kennt unsere Kunden und deren Bedürfnisse so gut wie sie.
Anja Schönleber unterstützt ihre Schwiegermama im Büro. Daneben obliegt ihr die wichtigste Aufgabe in der Familie: Die Förderung der nächsten Generation. Die Töchter Amelie und Sophia lieben Trauben!
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Weinberg-Philosophie
Familie Schönleber weiss die Monzinger Weinberge sehr zu schätzen und so haben sie in den letzten vierzig Jahren hier in ihrem Heimatort viel persönliches Engagement in die Erhaltung und vor allem Rekultivierung steiler, einst hoch geschätzter Parzellen gesteckt, denen sie heute viel verdanken.
Der Mensch ist ein wichtiger Teil des Terroirs. Boden und Rebe wollen gepflegt sein. Sie achten sehr darauf, dass beide nicht nur gesund sind, sondern auch in guter Balance zueinander stehen, dass also vor allem der Ertrag der Rebe mit dem Wasser- und Nährstoffangebot des Bodens harmoniert. Bei den zahlreichen Handarbeiten gehen sie auf jede Rebe individuell ein. Sie steuern so den Ertrag und sorgen dafür, dass die Laubwand stets gut durchlüftet wird. Die Trauben bleiben so länger gesund und erlauben eine späte Lese, bei idealer Reife. Dem Boden wird nur wenig Nährstoff entzogen, denn außer dem Saft der Trauben wird die organische Masse zu 100% zurück geführt. Wenn es nötig wird, düngen sie mit gutem Kompost, den sie selbst herstellen.
Rebflächen
Monzingen ist am westlichen Rand des Anbaugebietes Nahe gelegen. Die Rebflächen befinden sich auf 160 bis 250m ü. NN. Einige Kilometer nördlich findet sich eine riesige Waldfläche, der Soonwald. Naturgemäß ergibt sich ein relativ kühles Weinbauklima. Beste Bedingungen für Spitzenweine herrschen hier an Orten mit vielen Sonnenscheinstunden, optimaler Hangausrichtung, steinigem Boden und einem warmen Mikroklima. Wenn alles zusammenpasst, stehen die Chancen gut, mit entsprechendem Geschick einzigartige Weine zu erzeugen, die auch international höchste Anerkennung finden.
Bei den Spitzenlagen Halenberg und Frühlingsplätzchen sind diese Voraussetzungen erfüllt. Die Sonne scheint hier rund 1950 Stunden im Jahr und die steilen Süd- bis Südwesthänge mit bis zu 70% Steigung fangen jeden Sonnenstrahl dankbar auf.
Die Reben stehen auf Gesteinsböden der sogenannten Waderner Schichten, die stark vom Schiefer geprägt sind. Hier bleiben die Trauben in der Regel deutlich kleinbeeriger als sonst üblich und werden dafür umso aromenreicher.
Die besten Lagenteile sind stark von der Thermik, also von warmen Luftströmen geprägt, die bei Sonnenschein aus dem Tal aufsteigen und den Boden zusätzlich aufheizen. Das nutzen auch Falken, Bussarde und der seltene Rotmilan, die hier scheinbar schwerelos ihre Kreise am Himmel ziehen. In der Nacht hingegen dient der nahe Soonwald als natürliche Kältequelle. Da die besten Lagenteile den nächtlichen Kaltluftströmen nicht direkt ausgesetzt sind, findet die Abkühlung langsam statt. Perfekt für optimale Aroma-Entwicklung in den Trauben.
Große Lagen
Im Jahr 1997 beschlossen sie, fortan nur noch Riesling-Weine aus den besten Parzellen mit Lagenbezeichnung anzubieten. Diese Lagenteile wurden schon 1901 in einer preußischen Steuerkartierung als besonders wertvoll herausgestellt und liefern auch heute exzellente Qualitäten. Folglich sind sie heute als VDP.GROSSE LAGE® klassifiziert.
Wenn Sie also einen Lagenwein von Schönleber trinken, können Sie sicher sein, dass er in einem der besten Riesling-Weinberge Deutschlands gewachsen ist, und seine Herkunft auch deutlich zeigt. Zudem wurden die Trauben selektiv per Hand gelesen und der Wein hat die verbandsinterne Blindverkostung des VDP Nahe bestanden, die seine hohe Güte und Individualität bestätigt.
FRÜHLINGSPLÄTZCHEN, Monzingen
Das Frühlingsplätzchen ist Südwest bis Südost ausgerichtet. Der steilste Weinberg weist hier eine Steigung von 70% auf. Kein Wunder dass hier der Schnee am schnellsten taut und der Frühling besonders früh spürbar wird. Der Boden ist größtenteils von rotem Schiefer und Kiesel geprägt, häufig durchsetzt mit rotem Lehm des Rotliegenden.
Schon die jungen Weine verführen mit ihrer verspielten, frühlingshaften Fruchtigkeit. Pfirsich und reifer Apfel sind häufig assoziierte Aromen, aber auch feine kräutrige Noten sind typisch für das Frühlingsplätzchen. Mit ein paar Jahren Reife wird die Mineralität dieser Weine immer ausgeprägter, sie gewinnen so weiter an Spannung.
HALENBERG, Monzingen
Der Halenberg ist ausschließlich mit Riesling bestockt. Der Löwenanteil ist in Familien-Besitz. Nach Süden ausgerichtet und mit bis zu 70% Steigung, verlangt der Halenberg mit seinem steinigen, von blauem Schiefer und Quarzit geprägten Boden, den Reben einiges ab. Die Trauben bleiben kleinbeerig und entwickeln ein ganz besonders feines Aroma.
Typisch für den Halenberg ist seine fein strukturierte salzig-mineralische Art. Häufig finden sich Aromen, die an reife Grapefruit und andere Südfrüchte erinnern. Mit etwas Reife entwickeln die Weine ihre typische würzig-kräutrige Aromatik.
AUF DER LEY, Monzingen
Diese Katasterlage liegt oberhalb des Halenbergs. Der Boden ist hier, neben Schiefer, stark von Kieselsteinen geprägt. Die Steigung beträgt durchschnittlich 50%. Die ausgeprägte Thermik sorgt dafür, dass der Weinberg trotz der hohen Lage sehr warm ist.
Die Weine haben eine kühle, steinige Art. Es sind die puristischsten und zugleich charakterstärksten in unserem Keller. Gewissermaßen vereinen sie die Feinheit und Eleganz der Frühlingsplätzchen-Weine mit der mineralischen Kraft des Halenbergs. Ihre wahre Größe zeigen die Weine erst mit einigen Jahren Reife.
Die Fakten
Rebfläche:
20,8 Hektar
Rebsorten:
86% Riesling, 7% Grauburgunder, 5% Weißburgunder, 2% Müller-Thurgau
Produktion:
ca. 140.000 Flaschen/Jahr
Lagen:
5,5 ha HALENBERG, Monzingen| VDP.GROSSE LAGE®
4,4 ha FRÜHLINGSPLÄTZCHEN, Monzingen| VDP.GROSSE LAGE®
1,2 ha AUF DER LEY, Monzingen | VDP.GROSSE LAGE®
4,2 ha Monzinger Niederberg| VDP.ERSTE LAGE®
3,4 ha Monzingen | VDP.Ortswein
2,1 ha VDP.Gutswein
Weinführer:
Eichelmann: 5 Sterne (von 5)
Der Feinschmecker: 5 "F" (von 5)
Gault&Millau: 5 Trauben (von 5)
Vinum: 5 Sterne (von 5)
Wein-Plus.de: 5 Sterne (von 5)